Gegen Neutrassierung

„Lkw raus aus Bohmte“ macht Alternativ-Vorschläge zur B65

von Andreas Schnabel

Bohmte, 25.06.2016

 

 

Bohmte. Die Initiative „Lkw raus aus Bohmte“ mit ihrem Sprecher Reinhard Buhl hat drei Alternativ-Vorschläge zur Neutrassierung der B 65 entwickelt.

Nach Aussage der Initiative fahren jeden Tag bis zu 1000 Lkw mitten durch Bohmte, und es gebe „keine Verbote, die die Beförderung von Gefahrgut durch den Ort regeln“. Auf Dauer mache es keinen Sinn, Lkw mitten durch Bohmte fahren zu lassen. „Jedenfalls keine, die nicht im Ort laden oder entladen“, so Buhl.

Im Zusammenhang mit dem Referentenentwurf zum Bundesverkehrswegeplan 2030, einer angedachten Verlegung der B 65 nach Norden und der in Westfalen explizit gewünschten Entlastung für Städte wie Lübbecke und Pr. Oldendorf hat die Bohmter Initiative drei Alternativen entwickelt.

Erinnert wird daran, dass der Lkw-Verkehr in den kommenden Jahren allen Prognosen zufolge weiter stark zunehmen wird. Die Ost-West-Verbindung über die L770 sei hervorragend ausgebaut, habe keine Ortschaften, an der B65 aber liegen viele Orte und Ampelanlagen. Buhl: „Wenn die L 770 einbezogen wird, dann braucht man in weiten Teilen keine neue Trasse der B65.“ Hier die Ideen der Bohmter Initiative:

Alternative 1: B 65-Umstufungskonzept und Nutzung von vorhandenen Bundes- und Landesstraßen. Derzeit sind vier Einzelprojekte angedacht von Minden bis Wehrendorf mit Gesamtkosten von rund 143 Millionen Euro. Bei Nutzung vorhandener Infrastruktur zum Beispiel: B482 von Bückeburg nach Petershagen, über die B61 von Minden nach Petershagen, über die L770 und L81 von Petershagen nach Bohmte. Buhl: „Vor Bohmte, an der Landesgrenze beginnend, eine Anbindung zur B 51 schaffen und den Verkehr nach Norden oder Süden ablenken. Die L 770 ist auf westfälischer Seite sehr gut ausgebaut, es wären nur geringe Grundstückskäufe erforderlich, der Kostenvorteil erheblich.“

Alternative 2: Umstufungskonzept B65 und Nutzung von Landes- und Kreissstraßen. Ab Pr. Oldendorf Ausbau der L767 und K402 bis zur L766 und dann der zuvor beschriebene Neubau bis zur B 51.

Alternative 3: Umstufungskonzept B 65 und Nutzung von Landes- und Kreisstraßen. Ab Pr. Oldendorf Ausbau der L 767 und ein kurzer Teil der K 402 (nördlich vom Kanal und Wimmer), dann Neubau bis zur B 51.

Bei allen drei Vorschlägen könne der Bund zwischen 90 und 120 Millionen Euro einsparen.

 

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Ausgabe: Wittlager Kreisblatt

Veröffentlicht am: 28.06.2016