Anmerkung der Bi "Stoppt die B65 neu":

„Neue Trasse B65: Erst 2040 – oder doch lieber möglichst bald?“

In seinem Brief an das Bundesministerium für Verkehr vom 27.05.2016 schreibt Dr. Wilkens:
„Allerdings sollte es … statt dem „weiteren Bedarf mit Planungsrecht“ dem „Vordringlichen Bedarf“ zugeordnet werden.“

hingegen sagte Dr. Wilkens im Kreisausschuß für Planen und Bauen laut NOZ vom 06.06.2016:
„Die Verlegung der B 65 sei im neuen Bundesverkehrswegeplan als „weiterer Bedarf“ ausgewiesen und damit kaum eher als 2040 zu erwarten“

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Unterhaltungskonzept für Kreisstraßen

Ortsumgehung Bad Essen „nicht eher als 2040“

von Joachim Dierks

Osnabrück, 06.06.2016

P0013 Schlagloch

Kreisrat Winfried Wilkens gab im Kreisausschuss für Planen und Bauen eine Klarstellung und damit „Entwarnung“ in Sachen Ortsumgehung Bad Essen. Die Verlegung der B 65 sei im neuen Bundesverkehrswegeplan als „weiterer Bedarf“ ausgewiesen und damit kaum eher als 2040 zu erwarten.

 

Insofern sei die Gründung einer Bürgerinitiative vor Ort zum jetzigen Zeitpunkt genauso wenig sinnvoll wie die Linienführung selbst. Wilkens sprach von einem „leider scheingenauen Plan“, der nicht mehr sei als ein Platzhalter für die Weiterführung der zeitlich eher anstehenden Umgehung Preußisch Oldendorf. Die veröffentlichte „Meldelinie“ werde gewiss keinen Bestand haben. Gleichzeitig wies er den Verdacht zurück, dass der Landkreis „hinter den Kulissen“ geschoben habe, um eine bessere Anbindung des Kanalhafens Stirpe-Ölingen zu erreichen. „Wir haben überhaupt nicht daran mitgewirkt“, sagte Wilkens, woran im Ausschuss auch niemand zweifelte.

(Weiterlesen: Landkreis teilt Skepsis in Sachen B65) (http://www.noz.de/lokales/bad-essen/artikel/718207/landkreis-teilt-bad-essener-skepsis-in-sachen-b-65)

Investitionen an Kreisstraßen und Radwegen

Es war die letzte Sitzung des Ausschusses in dieser Legislaturperiode. Der Vorsitzende Thorsten Schoppmeyer (CDU) stellte dankbar fest, dass das Arbeitsklima stets sachorientiert und frei von parteipolitischem Hickhack gewesen sei. Harmonisch, nämlich einstimmig befürwortend, verlief dann auch die Behandlung der einzigen Beschlussvorlage der Sitzung. Dabei ging es um die jährliche Aktualisierung der Prioritätenliste für Investitionen an Kreisstraßen und Radwegen. Für die Grünen lobte Jürgen Ebert die „wie üblich gute Arbeit“, die der Fachdienst geleistet habe. Seit der Einführung des Langfristkonzepts im Jahr 2008 wird eben nicht mehr „auf Zuruf“ die Reihenfolge der Inangriffnahme geregelt, sondern systematisch der Nutzwert etwa von Fahrbahnerneuerungen, Ausbau von Knotenpunkten zu Kreisverkehren oder Radwegneubauten ermittelt.

Neues Konzept für Fahrbahnerneuerungen

In die gleiche Richtung ging die „zustimmende Zurkenntnisnahme“ eines neuen Konzepts, mit dem der optimale Zeitpunkt für komplette Fahrbahnerneuerungen bestimmt werden soll. Wie Christian Stolze vom Fachdienst Straßen erläuterte, habe man bislang versucht, mit kleinflächigen und oberflächlichen Reparaturen („Flicksanierungen“) den Zeitpunkt für eine durchgreifende Investitionsmaßnahme möglichst weit hinauszuschieben. Ergebnis: Die finanziellen Mittel reichten nicht aus, um die Substanz der Fahrbahnen technisch und bilanziell zu erhalten.

Das verbesserte „Erhaltungsmanagement“, das sich auf eine neue Straßendatenbanknamens „RoSy“ (Road System) stützt, führt zu deutlich früheren, dafür weniger durchgreifenden flächenhaften Sanierungen. Fachdienstleiter Jürgen Schwietert zog einen lebensnahen Vergleich: „Das ist so wie mit dem Zahnarzt: Wer den nächsten Besuch zu lange aufschiebt, erlebt umso schmerzhaftere und teurere Eingriffe.“

 

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Ausgabe: Wittlager Kreisblatt

Veröffentlicht am: 06.06.2016